|
|
|
|
Was
sind Anabolika und wie tragen sie zum Muskelaufbau bei? Alles
über Testosteron, Wachstumshormon und Co.
Was
sind eigentlich Anabolika? Machen Anabolika automatisch groß
und stark? Mitnichten! Anabolika sind Medikamente, die sich
zwar positiv auf den Muskelaufbau und die Muskelkraft auswirken, jedoch
keineswegs als Wundermittel angesehen werden sollten, mit denen der
Muskelaufbau von alleine vonstatten geht.
Per Definition sind Anabolika Substanzen, die anabol auf den
Körper wirken. "Anabol" kommt aus dem Griechischen und
bedeutet soviel wie "aufbauend". Anabolika sind demnach Substanzen, die
sich positiv auf den Muskelaufbau auswirken. Creatin und Glutamin nun
auch als
Anabolika zu betiteln, wäre natürlich Quatsch. Im
Allgemeinen
hat sich durchgesetzt, dass folgende dem Muskelaufbau
zuträgliche Wirkstoffgruppen als Anabolika
bezeichnet werden: anabole/androgene Steroide wie Testosteron, anabole
Peptidhormone wie Wachstumshormon (STH), Insulin und IGF-1 sowie
Sympathomimetika wie Clenbuterol (Spiropent), die sich ebenfalls auf
den Muskelaufbau auswirken sollen. Liest man in der Presse also von
Anabolika, so wird ein
Wirkstoff der genannten Gruppen gemeint sein.
Die bekanntesten Anabolika sind ohne Frage die anabolen/androgenen
Steroide. Dies sind Sexualhormone, die sowohl anabol (aufbauend) als
auch androgen (vermännlichend) wirken. Das bekannteste
anabole/androgene Steroid ist das Testosteron. Testosteron ist das
primäre männliche Geschlechtshormon und eines der
stärksten natürlichen Anabolika zum Muskelaufbau.
Alleine mit dem
Einsatz von ausreichend Testosteron kann im Hobbybereich ein
erstaunlicher Muskelaufbau erzielt werden. Dosierungen von 250-1.000mg
eines Testosteron-Esters wie dem Testosteron Enantat oder Testosteron
Cypionat sind im Hobbybereich üblich und versprechen einen
rasanten Muskelaufbau. Im Grunde ist Testosteron die Basis eines jeden
Anabolika-Einnahmezyklus. Testosteron wird während einer
Anabolika-Muskelaufbau-Kur sozusagen als "Grundversorgung" eingesetzt,
während dann, je nach Ziel, mit anderen anabolen/androgenen
Steroiden ergänzt (gestackt) wird. Wird vorrangig auf
maximalen Muskelaufbau abgezielt, wird in
der Regel mit Nandrolon Decanoat (bekannte Handelsnamen sind
Deca-Durabolin, Nandrobolin und Decadone) kombiniert - ein Steroid, das
vornehmlich anabol und weniger androgen wirkt. Während einer
Diät wird eher mit Steroiden wie Trenbolon (gängige
Handelsnamen sind hier Parabolan, a.H.; Finaplix und Trenacine)
gestackt, das zwar auch stark anabol und mäßig
androgen wirkt, darüber hinaus aber auch die Fettverbrennung
und Wasserausscheidung stark anregt, was die Muskeldefinition
verbessert. Anabole/androgene Steroide wie Testosteron sind die am
weitesten
verbreiteten Anabolika und stehen für das Sinnbild von
Anabolika und Muskelaufbau. Abschließend zu erwähnen
bleibt, dass
alle anabolen/androgenen Steroide von Testosteron abstammen, hier
jedoch in drei verschiedene Arten unterschieden wird. So gibt es die
Testosteron-Derivate, die direkt aus Testosteron gebildet werden.
Desweiteren gibt es die Nor-Testosteron-Derivate, die sich strukturell
vom Testosteron unterscheiden. Und abschließend gibt es auch
noch die Dihydro-Testosteron-Derivate, die durch Umwandlung von
Testosteron zu Dihydro-Testosteron entstehen.
Ebenfalls als Anabolika einzustufen sind spezielle Peptidhormone wie
das Wachstumshormon oder das IGF-1. Peptidhormone bestehen aus
Aminosäuren, den Bausteinen des Proteins. Sie werden,
ähnlich wie das Testosteron, auf natürliche Weise vom
Körper gebildet und werden zu Dopingzwecken in
supraphysiologischen Dosierungen verwendet. Das Wachstumshormon an sich
wirkt jedoch nicht anabol. Die exogene Zufuhr von Wachstumshormon
(durch Injektion) erhöht jedoch die Konzentration eines
weiteren natürlichen Peptidhormons, dem IGF-1. Das IGF-1 wirkt
stark anabol. Je höher die IGF-1-Produktion, desto schneller
und intensiver geht der Muskelaufbau vonstatten. Im Profibodybuilding
ist die Anabolika-Kombination aus Wachstumshormon, Testosteron und
Insulin,
ebenfalls ein natürliches Peptidhormon, als ultimativer IGF-1-
Produzent bekannt und zum Muskelaufbau beliebt. Dies ist im Grunde der
Grundstein eines jeden
Profibodybuilding-Anabolika-Kurplans. Testosteron, Wachstumshormon und
Insulin sind die drei Anabolika, die in keinem Kurplan eines
Profibodybuilders zum Muskelaufbau fehlen. Intensiviert wird die
IGF-1-Ausschüttung und der darauf folgende Muskelaufbau noch
durch die kombinierte Einnahme mit Methandrostenolon (Methandienon,
"Dianabol" - zusammen mit Testosteron
das erste Anabolika), was ebenfalls als starker IGF-1-Anreger gilt und
somit den Muskelaufbau antreibt.
Anti-Östrogene und Aromatasehemmer werden im Profibodybuilding
kaum benutzt, da Östrogene ebenfalls die IGF-1-Produktion
anregen. Jedoch hat die
übermäßige Produktion von IGF-1 nicht nur
Vorteile, sondern auch eine unkalkulierbare Schattenseite. Mehr dazu
unter "Risiken".
Das letzte nennenswerte Peptidhormon zum Muskelaufbau stellt das zuvor
erwähnte
Insulin dar. Insulin wird als anabolstes Anabolika-Hormon im
Körper
bezeichnet, da es alle Nährstoffe, wie Aminosäuren
und Kohlenhydrate, an seinen Bestimmungsort befördert. Dies
wäre im Fall des Proteins die Muskelzellen (die Folge:
Muskelaufbau) und im Fall Kohlenhydrate bzw. Glycogen ebenfalls die
Muskelzellen (Muskelaufbau und Zellvergrößerung),
sowie die Leber und das Gehirn. Insulin als Anabolika zum Muskelaufbau
wurde erst
Ende der 90er Jahre entdeckt und ist seitdem Bestandteil einer jeden
Profibodybuilder-Anabolika-Kur. Im Hobbybereich wird, Gott sei Dank,
noch vorrangig mit klassischen Anabolika wie Testosteron zum
Muskelaufbau gearbeitet.
Auch Insulin hat, ähnlich wie das IGF-1, unvorhersehbare
Nebenwirkungen. Hierzu mehr unter "Risiken".
Ebenfalls zu den Anabolika gezählt werden Sympathomimetika.
Per Definition handelt es sich hierbei um Substanzen, die stimulierend
auf den Sympathikus wirken, wodurch die Herz- und Atemfrequenz steigen,
sich die Atemwege weiten und sich ein erhöhter
Energieverbrauch einstellt. Verschrieben werden Sympathomimetika, wie
beispielsweise Clenbuterol ("Spiropent"), bei Asthma. Eine Tierstudie
des
Clenbuterol-Herstellers Thomae ergab vor einiger Zeit, dass die Gabe
von Clenbuterol zu einem Muskelaufbau führt.
Für Bodybuilder war dies eine tolle Nachricht, da Clenbuterol
kein Steroidhormon ist und somit nicht als verbotenes Anabolika galt.
Sportgrößen wie Kathrin Krabbe wurden mit
Clenbuterol erwischt, jedoch weniger zum Muskelaufbau, sondern vielmehr
zur Leistungssteigerung. Um einen Muskelaufbau zu erzielen, der mit
Anabolika wie Testosteron gleichzusetzen wäre, müsste
Clenbuterol in Dosierungen verwendet werden, die stark
gesundheitsschädlich wären. Insofern
nahm die Bodybuilding-Gemeinde nach einem starken Clenbuterol-Boom in
den 90ern schnell Abstand von Clenbuterol als Anabolika zum
Muskelaufbau. Lediglich
als Fatburner und zur Leistungssteigerung wird Clenbuterol noch bedingt
eingesetzt.
Anabolika können, wie die vorausgegangenen Informationen
zeigen, auf vielfältige Art und Weise wirken und zum
Muskelaufbau beitragen. Bei allen Anabolika muss jedoch
auch klipp und klar gesagt werden, dass diese nicht nur positive
Veränderungen (Muskelaufbau, Kraftaufbau,
Leistungssteigerung), sondern auch eine
Menge negativer Nebenwirkungen aufweisen. Mehr hierzu jedoch unter "Risiken".
|
|
www.anabolika-bestellen.com
Anabolika wie Testosteron, Wachstumshormon, IGF-1 und Clenbuterol
dienen dem Muskelaufbau. Anabolika sorgen jedoch nicht automatisch
für einen Muskelaufbau. |
|